Facebook-Anzeigen vs. Google AdWords-Anzeigen

Seit ein paar Monaten schalten wir für einige unserer Kunden auch Facebook-Anzeigen. Wir haben schnell bemerkt, dass Facebook-Anzeigen anders ticken als die „übliche“ Anzeigen in Google AdWords. In diesem Artikel zeigen wir euch ein paar wichtige Unterschiede in der Herangehensweisen bei Facebook- und Adwords-Anzeigen auf.

Zielgruppen statt Keywords

Wenn man Google AdWords gewohnt ist, muss man bei Facebook-Anzeigen erstmal kurz umdenken. Die Herangehensweise ist hier eine komplett andere. Bei Facebook gibt es keine Keywords mit Suchvolumen und Geboten, sondern Zielgruppen mit bestimmten Interessen und Verhalten die eine Reichweite und Interaktionen aufzeigen. Wo es sich bei AdWords lohnt eine Keywordanalyse zu erstellen, lohnt es sich bei Facebook die Zielgruppe pro Anzeige so gut wie möglich einzugrenzen. Das ist nötig, damit man nicht zu viel Budget für User ausgibt, die sich letztlich nicht für das Produkt interessieren.

Reichweite ist ungleich Erfolg

Facebook misst den Erfolg der meisten Anzeigenformaten in „Reichweite“. Reichweite ist vergleichbar mit den „Impressionen“ in AdWords. Für Beiträge auf Facebook-Seiten ist das vielleicht praktisch, aber für Anzeigen ist das nicht sehr aussagekräftig. Die „täglich geschätzte Reichweite“, die Facebook bei der Anzeigenerstellung zeigt, ist nach unserer Erfahrung vor allem sehr budgetabhängig und ziemlich intransparent (hier die recht oberflächliche und vage Erklärung von Facebook). Man hat eigentlich ständig das Gefühl, Reichweite „kaufen“ zu können, wie man das in traditionelle Werbemedien auch macht. Damit weiß man aber immer noch nicht, ob sich das lohnt. Deshalb schalten wir fast nur Anzeigen mit denen wir Conversions wie Kaufbestätigungen oder Newsletteranmeldungen messen können. Die einzigen Anzeigen, die wir ohne Conversion schalten, sind die „Gefällt-Mir“-Anzeigen für die Facebook-Seite, aber das ist ja eigentlich eine Art interne Conversion.

Bilder zählen mehr als Text

Facebook-Anzeigen haben viel Platz für (bewegte) Bilder. Ganz anders also, als bei den üblichen Adwords-Textanzeigen. Ein Bild darf in einer Facebook-Anzeige sogar nur 20% Text enthalten. Das Anzeigebild sollte sehr aussagekräftig sein. Wenn man keine eigene Bilder hat, kann man auf Stockbilder von Shuttershock zugreifen.

Relativ neu sind die „Carousel Ads“. Hier kann man in einer Anzeige mehrere Bilder mit unterschiedlichen Texten und Links versehen. Der Benutzer klickt selber durch die verschiedene Bilder. Dieses interaktive Werbeformat funktioniert gut, weil das Format im Newsfeed auffällt. Nicht nur das Layout ist anders (Anzeigen mit nur einem Bild sehen aus wie normale Beiträge), man kann auch eine Vielfalt an Produkten auf einmal zeigen, mehrere Details/Ansichten eines Produktes, oder sich sogar eine kleine Geschichte ausdenken.

Facebook Carousel Ads

Quelle: Facebook.com

Facebook-Posts bewerben

Eine zusätzliche Werbemöglichkeit ist die Bewerbung von Beiträgen der eigenen Facebook-Seite. Neben der Tatsache, dass man damit mehr potentielle Fans erreichen kann, gibt es noch einen anderen Vorteil. Sobald man einen Post bewirbt, und gleichzeitig das Conversion-Pixel auf die Seite eingebaut hat, kann man auch die Conversions messen, die über den Post zustande kamen. Das heißt, dass man einigermaßen messen kann, ob sich Content Marketing mit Facebook lohnt.

Autor: Bas Bergervoet

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